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Aktuelles


Was treibt den Markt? Über die dominanten Bestimmungsfaktoren für deutsche Aktien - eine Bestandsaufnahme

Smart InvestorAuszug Smart Investor Weekly vom 30.04.2014 / Quelle: www.smartinvestor.de

 

Ukraine und kein Ende: Die Vorgänge um die Ukraine sind sicher eine der bestimmenden Einflussgrößen – nicht nur für die weitere Marktentwicklung, sondern für die Menschen in ganz Europa. Es ist erschreckend, wie schnell dieser Konflikt aufgebrochen ist und wie wenig die vielbeschworenen Konfliktlösungs- und Deeskalationsstrategien greifen.

Im Gegenteil: Der Eindruck verfestigt sich, dass der Konflikt immer wieder frisch angefacht wird. Tatsächlich steht einiges auf dem Spiel steht – neben geopolitischen Interessen geht es wieder einmal um Rohstoffe – vor allem Gas, Öl und Kohle spielen eine Rolle. Auch sind die wesentlichen Spieler in dieser Partie mit den USA und Russland echte Schwergewichte. Beide wollen sich einen Gesichtsverlust nicht leisten. Die aktuelle Kiewer Regierung ist dagegen sicher kein wesentlicher Spieler – es mangelt ihr nicht nur an Autonomie, sondern auch an ernsthafter Legitimation. Die EU säße dagegen gerne am Tisch mit den Großen, deren „Außenbeauftragte“ – die Bezeichnung Außenministerin wäre eindeutig zu hoch gegriffen – Catherine Ashton ist jedoch eine so krasse Fehlbesetzung, dass man sich fragt, wie sie – Quote hin, Parteienproporz her – überhaupt in das Amt geraten konnte. Andererseits ist das Amt der „Hohen Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik“ ebenso bedeutungslos wie die Person, denn europäische Außenpolitik wird nach wie vor in London, Paris und Berlin gemacht – in engster Abstimmung mit Washington. Lesen Sie zum Ukraine-Konflikt auch das Editorial des gerade erschienen Smart Investor 5/2014.

Die Urkatastrophe
Es ist aber nicht nur das aktuelle Säbelrasseln der Konfliktparteien, das Befürchtungen hinsichtlich einer weiteren Eskalation aufkommen lässt. In diesem Jahr begehen wir auch den 100sten Jahrestag des Beginns des ersten Weltkriegs, jener „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“, die den Nährboden für viele weitere schuf – Die Oktoberrevolution, die Machtergreifung Hitlers und den 2. Weltkrieg, die Teilung Europas. Wir spüren die Fernwirkungen und Echos des „Großen Krieges“ bis heute, auch wenn selten direkt darauf Bezug genommen wird. Noch am deutlichsten geschah dies in der jüngeren Vergangenheit als Altkanzler Helmut Kohl den Euro zu einer „Frage von Krieg oder Frieden“ stilisierte. Eine Äußerung, die sich nur aus dieser Historie verstehen lässt. Die Schatten der Vergangenheit hängen tief über der europäischen „Einheitswährung“, wie man auch daran erkennt, dass angesichts der durch den Euro hervorgerufenen Verspannungen zwischen den Teilnehmerländern die alten Feindbilder auch heute wieder erstaunlich griffbereit sind. Einen ganz ähnlichen Effekt sehen wir auch außerhalb der Eurozone im rapide verschlechterten Verhältnis zu Russland (s.o.). Grund genug also, dass wir uns diesem bedeutenden europäischen Thema „1914 – 2014: Wiederholt sich die Geschichte?“ in der Titelgeschichte des aktuellen Smart Investor 5/2014 ausführlich widmen. Neben Hintergrundinformationen finden Sie dort unter anderem auch ein ausführliches Interview mit Dr. Bruno Bandulet, der jüngst ein Buch zum Thema vorlegte.

 

Den kompletten Smart Investor Weekly 18/2014 von Ralf Flierl und Ralph Malisch können Sie hier weiterlesen.

Quelle: www.smartinvestor.de

 

 


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